Hornhaut

Hornhautdystrophien

Hornhautdystrophien sind seltene, meist erbliche Erkrankungen, bei denen Struktur oder Transparenz der Hornhaut verändert sind.

Wie sie entstehen

Genetische Veränderungen können zu Einlagerungen abnormaler Stoffe in Hornhautschichten führen. Die Verläufe sind langsam und meist beidseitig; anfangs können sie symptomlos bleiben.

Spaltlampe für die Untersuchung der Hornhaut in der Ordination

Formen

  • Epitheldystrophien, häufig Epitheliale Basalmembran-Dystrophie, mit Fremdkörpergefühl und wiederkehrenden Defekten
  • Stromadystrophien mit fortschreitender Trübung, verschwommenem Sehen und Blendung
  • Endotheldystrophien, häufig Fuchs-Endotheldystrophie, mit morgendlichem Verschwommensehen und Hornhautschwellung
Vergrößerte Darstellung der Hornhautschichten mit Epithelzellen und darunterliegendem Stroma

Diagnostik und Behandlung

Zur Diagnostik dienen OCT, Pachymetrie, Hornhauttopografie und Endothelzellmikroskopie. Bei epithelialer Basalmembran-Dystrophie können benetzende Tropfen, Salben, Verbandskontaktlinsen oder PTK infrage kommen. Bei fortgeschrittener Fuchs-Endotheldystrophie kommt DMEK infrage; Doz. Steinwender führte in Graz bereits mehr als 200 dieser Operationen durch.

Der erste Schritt

Klarheit beginnt mit einer Untersuchung.